Kapuziner Österreich-Südtirol

Kann Buße eine Freude sein?

Um solche und ähnliche Fragen geht es in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift "Wir Kapuziner". Ab sofort ist sie wieder online zu lesen.

Hier ein Auszug dem dem darin enthaltenen Artikel über die Arbeit der Kapuziner am Amazonas:

Mission mit Mobiltelefon und Film

Ticuna ist der Name eines indigenen (das heißt eingeborenen) Volkes, das in der Region der Tres Fronteras lebt, im brasilianischen Bundesstaat Amazonas und im angrenzenden Gebiet von Peru und Kolumbien. Ticuna heißt auch die Sprache dieses Volks. Bei der letzten offiziellen Zählung 1998 lebten rund 33.000 Ticuna verteilt in 25 indigenen Territorien am Oberlauf des Rio Solimões. „Rio Solimões“ ist der Name des Amazonas-Stroms zwischen der peruanisch-brasilianischen Grenze und der Einmündung des Rio Negro bei Manaus.

Seit einigen Jahren kann man im Gebiet des Rio Solimões auf Ticuna treffen, die sich - oft in kleinen Gruppen - auf dem Mobiltelefon Videos ansehen. Das besondere an diesen kurzen Filmen: Die Akteure sind keine Weißen, und sie sprechen auch nicht das sonst übliche Portugiesisch. Es sind Ticuna, die ihre eigene Muttersprache sprechen. Für die Ethnie der Ticuna ist das eine Sensation.

Die katholische Kirche ist in dieser Ethnie schon seit Jahrzehnten präsent und lebt mit ihren Missionarinnen und Missionaren mitten unter dem Volk. Der Kapuzinerbischof Dom Frei Adalberto Marzi der Diözese Alto Solimões wurde sich bereits früh bewusst: Wirksame Seelsorge für die Indigenen muss anders gestaltet sein als es die Missionare getan haben. Das gilt heute noch. 1971gründete Dom Adalberto Marzi eine Pfarrei, die nur für Einheimische bestimmt ist: Im Dorf Belem do Solimões entstand die Pfarrei San Francesco von Assisi. Bis heute ist diese Indio-Pfarrei den Kapuzinern anvertraut. Die Brüder stehen zirka 65 Gemeinschaften bei und brauchen für ihre seelsorgerische Arbeit Kanus oder kleine Schiffe. Es gibt nämlich keine Straßen.

Zusammen mit den Indigenen haben die Kapuziner in den letzten Jahren Hymnen, Lieder, Gebete und Teile der Messe in die Ticuna-Sprache übersetzt. Diese Texte und Lieder gibt es jetzt auch digital für Mobiltelefone. Das macht Evangelisation einfacher, wirksamer – und leichter begreiflich. (...) Lesen Sie weiter im aktuellen "Wir Kapuziner".

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