Kapuziner Österreich-Südtirol

17.12.2015 - Meraner Klosterfriedhof gehört wieder den Kapuzinern

„Die Gräber unserer verstorbenen Mitbrüder sollen einen würdigen Platz haben!“, so Br. Lech Siebert, Provinzial (Ordensoberer) der Kapuzinerprovinz für Südtirol und Österreich. Für 17. Dezember 2015 war in Bozen die Versteigerung des Grundstückes im Klostergarten Meran festgesetzt, auf dem sich auch der alte Kapuziner-Klosterfriedhof befindet. Das Grundstück wurde von den Kapuzinern zurückgekauft. „Ich bin froh darüber!“, zeigt sich Br. Lech erleichtert. „Wir haben von Anfang an sehr bedauert, dass das Grundstück zur Versteigerung ausgeschrieben wurde.“ Der betroffene Friedhof im Klostergarten Meran ist bereits seit einigen Jahren nicht mehr in aktiver Verwendung. Die verstorbenen Kapuziner wurden zuletzt am Ortsfriedhof bestattet. Damit wurde einem Beschluss des Stadtrates entsprochen, dass auf diesem Grundstück keine Beerdigungen mehr stattfinden dürften. Bei dem heutigen Versteigerungstermin war Br. Franz Zitturi als Provinzvikar der Kapuziner und Vertreter des Ordensoberen anwesend.

 

Ursprüngliches Anliegen: Ermöglichung von sozialem Wohnbau

Hintergrund der Versteigerung war ein Vertrag mit der in Konkurs gegangenen Firma Invest Bau GmbH. Bis zum Jahr 2001 befand sich im Klostergarten ein von den Kapuzinern ungenutztes Grundstück. Da die Kapuziner für ihre Liegenschaften sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten anstreben, wurden auf Anfrage der Firma Invest Bau GmbH damals Verhandlungen aufgenommen. Man erzielte eine bei solchen Vorgängen übliche Vereinbarung, die im konkreten Fall die Schaffung von Wohnraum auf einem von den Kapuzinern ungenutzten Grundstück neben dem Friedhof ermöglichen sollte. Der Vertrag über die Bauparzelle, auf der sich der Friedhof befindet, wurde geschlossen, um zusätzliches ungenutztes Wohnbauvolumen zur Schaffung von konventionierten Wohnungen zur Verfügung stellen. Nach Abschluss der Bauarbeiten hätte der Friedhof an die Kapuziner retourniert werden sollen. Durch den Konkurs der Firma Invest Bau wurde dieser Vertrag ungültig und das Grundstück gelangte zur Versteigerung.

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