Kapuziner Österreich-Südtirol

19.9.2015 - Endgültig „Ja“ – Feier der Ordensgelübde bei den Kapuzinern

Br. Wolfgang-Michael Schauersberger empfängt den Segen von Provinzial Br. Lech Siebert

Große Freude herrscht im Kapuzinerorden: Am Samstag, 19. September legte Br. Wolfgang-Michael Schauersberger in der Innsbrucker Kapuzinerkirche die ewigen Ordensgelübde ab. „Mit diesem Schritt sage ich endgültig Ja zu meiner Gemeinschaft“, beschreibt Br. Wolfgang selbst das Ereignis. An der Feier nahmen neben Freunden und Familie zahlreiche Ordensangehörige aus dem ganzen deutschen Sprachraum teil. Von der  Diözese nahm Prälat Hermann Steidl, Bischofsvikar für die Orden an der Feier teil. Leben ohne Privateigentum, in Gehorsam und Ehelosigkeit sind die Versprechen, die er vor Provinzial Br. Lech Siebert, dem Ordensoberen für Österreich und Südtirol, leistete.                      

Das „Ja“ erfolgt mit 59 Jahren
Br. Wolfgang-Michael Schauersberger hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Bereits vor 27 Jahren war der gebürtige Grazer in den Kapuzinerorden eingetreten, verließ die Gemeinschaft dann jedoch und lebte 4 Jahre als Taxifahrer und neun Jahre als Sekretär der Dommusik St. Stephan in Wien. „Damals hatte ich in Vielem noch nicht die menschliche Reife für das Ordensleben!“ blickt er zurück. „Zur Zeit meiner Bekehrung erfuhr ich große Nähe zu Gott. Doch der Mensch durchlebt auch Phasen der Ferne in der Beziehung zum Herrn. Den heutigen Schritt tue ich in der Überzeugung, zur nötigen Reife herangewachsen zu sein.“ „Mir war wichtig, dass in seiner Gottesbeziehung tatsächlich etwas geschehen ist,“ sagt Provinzial Br. Lech dazu. „Nur dann macht eine Rückkehr in unsere Ordensfamilie Sinn.“ Er schmunzelt: „Zuerst hab ich ihn gefragt, ob er denn einen Platz für seine Pensionszeit suche.“

Ein Kapuziner mit vielen Begabungen
„Wir bekommen einen Bruder mit vielen Begabungen, die er gern zur Verfügung stellt.“ erzählt Provinzial Br. Lech über den Mitbruder. Die letzten Jahre lebte Br. Wolfgang im Kloster Meran, ab November wird er Teil der Feldkircher Brüdergemeinschaft. „Ich hoffe, dass ich dort meinen Beitrag leisten kann!“ freut er sich und meint: „Vielleicht kann ich auch musikalisch wieder etwas machen.“ Die Feier im Standort Innsbruck zu halten hatte pragmatische Gründe. Es war Br. Wolfgangs Wunsch: „Das ist für alle leichter zu erreichen.“

Teil der weltweiten Kapuzinergemeinschaft
„Ich sage heute zu all dem Ja, was ich bisher in der Kapuzinergemeinschaft erlebt habe“, sagt Br. Wolfgang. „Natürlich hat es Mut gekostet, die eigentliche Entscheidung ist aber bereits bei meinem Wiedereintritt in den Orden gefallen. Wesentlich ist, dass man sich in Gottes Hand geborgen weiß.“ Mit den ewigen Gelübden ist Br. Wolfgang nun im vollen Sinn Teil der weltweit 10500 Mitglieder umfassenden Kapuzinergemeinschaft. In Österreich und Südtirol leben insgesamt 115 Brüder in 20 Niederlassungen.

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© Kapuziner

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