Kapuziner Österreich-Südtirol

25.01.2016 - Kapuziner und Flüchtlinge – Aktualisierung Jänner

Wir Kapuziner nehmen den Aufruf des Papstes sehr ernst. „Der Exodus der Völker fordert unsere Berufung als Mindere heraus, unsere Liebe und unsere Kreativität im Finden der rechten Maßnahmen“ wie unser Generalminister Br. Mauro Jöhri (Ordensoberer weltweit) bereits Mitte September 2015 in einem Rundschreiben vermerkte.

In unserer Provinz Österreich-Südtirol versuchen wir vielfältig, unseren Beitrag zu leisten. Das aufgelassene Kloster in Braunau wurde zur Gänze der Volkshilfe für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Ca. 40 Asylwerber leben dort. In der Salzburger Kapuzinergemeinschaft leben drei syrische Männer, in der Wiener Gemeinschaft ein junges syrisches Paar. In Tirol wurde in dem kleinen Ort Grän im November ein Haus unserer Sozialen Dienste von 18 Menschen bezogen, ebenso lebt in der Einrichtung „Elisabethinum“ in Axams eine Flüchtlingsfamilie.

Das Innsbrucker Kloster steht als Notunterkunft zur Verfügung, andere Niederlassungen sind in Gesprächen mit den zuständigen Institutionen über die tatsächlichen Möglichkeiten bei den Gegebenheiten vor Ort.

Auf verschiedenen Ebenen einen Beitrag zu leisten bedeutet auch, dass viele unserer Klöster für Flüchtlinge sammeln, gemeinsames Gebet von und mit Flüchtlingen ermöglichen oder für seelsorgliche Begleitung geflohener Menschen zu Verfügung stehen. Jüngere Brüder waren bei der Versorgung von durchreisenden Flüchtlingen am Bahnhof Salzburg beteiligt. Finanziell unterstützen wir als Provinz die Arbeit unserer Mitbrüder auf Malta, die ein Projekt für dort ankommende Flüchtlinge betreuen. Die Frage nach der Unterstützung geflohener Menschen ist und bleibt für uns Kapuziner aktuell und wir versuchen über die oben genannten Bereiche hinaus laufend, neue Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung zu schaffen.

Br. Lech Siebert, Provinzial der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol

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