Kapitel und neue Projekte - 2020 wird ein bewegtes Jahr

Innsbruck. Vieles kann man zu Beginn eines Jahres noch nicht absehen, doch eines ist für 2020 bereits klar: 2020 findet das nächste Provinzkapitel statt: Die dreijährige Funktionsperiode der Provinzleitung läuft im Juni aus und damit stehen heuer wieder Wahlen an. Das „Kapitel“ ist eine Brüderversammlung, auf der die Provinzleitung gewählt und über zentrale Fragen entschieden wird. Es stellt gleichzeitig das höchste Entscheidungsgremium einer Kapuzinerprovinz dar. 2020 wird das Kapitel in der Woche nach Pfingsten tagen, eine Tradition, die auf Franz von Assisi selbst zurückgeht.

Gleichzeitig mit der Funktionsperiode der Provinzleitung laufen auch viele Oberenposten aus. Daher folgen einem Kapitel normalerweise die bei den Kapuzinern üblichen Versetzungen und Rochaden in verschiedenen Funktionen. Strukturell werden Versetzungen durch die Provinzleitung vorgenommen. Üblich sind etwa für einen Guardian - mit Ausnahmen - zwei mal drei Jahre.
Die Möglichkeiten der Provinzleitung zu Versetzungen und Neuverteilung von Aufgaben sind aufgrund des Altersschnittes der Brüder dieser Provinz real allerdings begrenzt. Bei der ersten Neubesetzung beginnt oft eine Rochade: Ein Bruder übersiedelt und für seine bisherige Aufgabe muss jemand anders gefunden werden. Es ist ein Teil des Kapuzinerlebens, immer wieder neue Aufgaben an neuen Orten zu übernehmen, abhängig von Alter, persönlichen Charismen und der Zustimmung des Kapuziners zu seiner neuen Aufgabe. Diese Veränderungen sind frühestens im September zu erwarten.

Neue Projekte für und mit jungen Menschen

Neben den personellen Veränderungen sind auch einige neue Initiativen in Planung. Die franziskanische Jugend in Wiener Neustadt plant mit Bruder Matthias gemeinsam ein Angebot mit dem Titel AusTAUsch Neusta(r)dt, das zum ersten Mal am 7. März stattfinden wird. Auch bezüglich des freiwilligen Auslandseinsatzes ist einiges im Gange: Ab März erwarten wir Informationen zu einer neuen Form des Auslandsvolontariats, voraussichtlich mit der Möglichkeit zu FSJ oder Zivildienst in ausländischen Kapuzinerklöstern.
Quer durch die Provinz fungieren Kapuzinerklöster als Gastgeber für spirituelle Projekte. So zum Beispiel – bereits bewährt - bei der Spirinight in Leibnitz oder einem ganz neuen Firmprojekt in Innsbruck, bei dem auch die verschiedenen Erfahrungen der international besetzten Brüdergemeinschaft genutzt werden sollen.

Geburtstage, Exerzitien und Konzerte: In den Klöstern ist was los

Vor Ort ist immer einiges geboten. Nur einige Punkte: Brixen beteiligt sich heuer an den „Brixner Tagen des Buches“. Am 24. April finden diese statt. Dieser Tag ist auch der Festtag des Kapuzinerheiligen Fidelis von Sigmaringen. Am Fidelissonntag, dem 26. April gibt es in Feldkirch das alljährliche Fidelisfest. Am anderen Ende Österreichs, in Leibnitz werden die erfolgreichen Konzertprogramme fortgesetzt. Außerdem laden die Leibnitzer Kapuziner heuer in Zusammenarbeit mit dem dritten Orden OFS zu einem Einkehrtag in der Fastenzeit ein.

In Wien sind die Kapuziner die Hüter der letzten Ruhestätte der Familie Habsburg. Die letzten Sonderführungen „Kapuzinergruft für Fortgeschrittene“ waren stets ausgebucht, auch 2020 wird es wieder Angebote mit Spezialwissen rund um Habsburger, Gruft und Kloster geben.
Fixpunkte sind wie immer die Kontemplativen Exerzitien in Irdning und die Vater-Unser-Wochen in Salzburg. Der Südtiroler Provinzteil steht nächstes Jahr im Zeichen zahlreicher runder Geburtstage: Mit den Brüdern Bruno (Lana) und Johannes (Brixen) werden zwei 90er gefeiert, aber auch 80er wie zum Beispiel Br. Kurt in Bozen. Fazit: Es wird ein spannendes und bewegtes Jahr!


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