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1770 Tassen Kaffee

Wiener Neustadt. Der Förderverein „Forum pro Kapuzinerkloster“ geht in sein zweites Arbeitsjahr. Mit der Begleitung des Projektes „Christen in Bewegung“ im Jahr der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019 freut sich Obmann Christoph Stocker über einen fulminanten Auftakt: Das „Kapuzinercafé“ als Leitprojekt konnte an 220 Tagen geöffnet werden, insgesamt wurden 1770 Kaffees gekocht und 2735 Kunden willkommen geheißen. Auch für dieses Jahr haben die Vereinsmitglieder einiges vor.

„220 Tage geöffnet – das bedeutet auch für unsere Mitglieder einen enormen persönlichen Einsatz!“ so Christoph Stocker, Obmann des Fördervereins „Forum pro Kapuzinerkloster“. „Die Tage wurden auf zehn Personen – sieben Freiwillige und drei Kapuzinerbrüder – aufgeteilt. An schönen Sommerwochenenden waren wir sogar zu zweit.“ Doch der Einsatz macht sich bezahlt: Durch den Kaffeeverkauf und zahlreiche Spenden konnte im ersten Jahr die neue Gartenbahn für Kinder finanziert werden. Besonders in Erinnerung sind ihm zahlreiche Begegnungen mit Bewohnern von Wiener Neustadt. So manches gute Gespräch sei im Café entstanden. So zum Beispiel mit einer älteren Frau, die den offenen Garten als Abkürzung nutzen wollte. „Sie wusste gar nicht, dass es das Garten und Kloster überhaupt gibt!“ wundert sich Obmann Christoph Stocker. „Dabei war der Garten immer offen! Mit ‚Christen in Bewegung‘ sind Garten und Kapuziner mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt.“

„Sobald es schön wird, ist das Café wieder offen“
Forum-Obmann Christoph Stocker

Stolz ist der Obmann auch auf das durchgängige Augenmerk auf Nachhaltigkeit: Es wurde beim Ausschank bewusst auf Einweg-Geschirr verzichtet und nur Kaffee verwendet, der in Papier verpackt war. Darüber hinaus wurden die Sitzgelegenheiten aus alten Paletten selbst gebaut.
Das „Forum pro Kapuzinerkloster“ ist als gemeinnütziger und nicht auf Gewinn ausgerichteter Verein eingetragen. Seine Mitglieder sammeln Spenden, die der Kinder- und Jugendarbeit zugutekommen und Instandhaltungen unterstützen. Auch in diesem Jahr will das Forum das Café am Wochenende wieder öffnen. „Sobald das Wetter entsprechend schön ist!“ meint Obmann Stocker. Ab Ostern sei realistisch. Darüber hinaus denken die Mitglieder bereits über eine Aktion im Advent nach. „Ein Punschstand mit Adventsingen – das wär schon was!“ so der Obmann.

Freundeskreise: Die Tradition der „Klosterväter“

Fördervereine haben bei den Kapuzinern lange Tradition: Vor 100 Jahren waren "Klosterväter" noch die diejenigen, die die finanziellen Angelegenheiten eines Klosters regelten. Damals gab es  viele Kapuziner, doch durften sie aufgrund ihrer Satzungen nicht mit Geld umgehen. Ehrenamtliche Laien übernahmen die Tätigkeit als "Klostervater". Heute hat sich die Situation verschoben: Es gibt wenige Kapuziner und den Ehrenamtlichen im Umfeld der Klöster ist es wichtig, dass die Brüder sich im Bereich von Seelsorge und sozialen Tätigkeiten einsetzen können – oder eben indem sie franziskanische Werte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz vermitteln. So werden an mancherorts Vereine zur Unterstützung gegründet, die die Arbeit der Kapuziner finanziell unterstützen und ihnen wirtschaftlich „den Rücken freihalten" sollen. In Feldkirch gibt es einen solchen "Freundeskreis" schon lange.
Wer das Forum in seiner Arbeit unterstützen möchte findet hier weitere Informationen.

Corona-Update März:

Derzeit gilt auch in all unseren Klöstern die Regel des "Social Distancing". Wir befolgen die Anordnungen von Bischofskonferenz, Diözese und Regierung. Wir freuen uns sehr, wenn wir nach Ende der Massnahmen wieder auf die übliche Weise für Euch da sein können.
>> Infos zu Kapuziner und Corona

Kapuzinerkloster in Wiener Neustadt unterstützen
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