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Ärztliche Hilfe, Essensausgabe und ein Platz zum Duschen

Im Krakauer Kapuzinerhilfswerk „Padre Pio“ halten junge Brüder die Stellung

Krakau. In vielen europäischen Ländern gibt es sozial schwache Menschen. Manche von ihnen werden obdachlos. Auch in Polen leben über 30.000 Menschen ohne Dach über dem Kopf. Im Jahr 2005 haben die Kapuziner das „Hilfswerk Padre Pio“ initiiert, um damit Obdachlosen nachhaltig zu helfen. Mit Hilfe von 40 hauptamtlichen und an die 100 freiwilligen Mitarbeitern werden vielseitige Hilfestellungen angeboten. 2200 Leute werden aktuell betreut und nehmen Hilfen in Anspruch. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie ist diese Hilfe wichtig.

Brüdergemeinschaft nach Alter unterteilt

Die Krakauer Gemeinschaft zählt 45 Brüder, die nunmehr unterteilt wurde. Die jüngeren Kapuziner arbeiten mit den Menschen, während die älteren Brüder besonders geschützt werden sollen. Für die Arbeit im Padre Pio Zentrum wurden drei Teams von jüngeren Brüdern gebildet, die im Wohnbereich, beim Gebet, Essen und Arbeiten voneinander getrennt sind.

Essensausgabe mit Maske

An der „Rezeption“ des Zentrums arbeiten drei Teams, die Brötchen, Kaffee und Tee sowie Lunchpakete ausgeben. Jeden Tag kommen etwa 150 Leute. Die Brüder arbeiten mit Masken und Handschuhen. Nach einer 14-tägigen Pause wurden auch Duschmöglichkeit und Kleiderausgabe kurz vor Ostern wieder in Betrieb genommen. Diese Dienste sind mit einem Mehraufwand verbunden, weil die Brüder und Mitarbeiter Schutzanzüge tragen, die nach Dienstende sofort entsorgt werden müssen. Darüber hinaus wird an mehreren Standorten Suppe ausgeschenkt und ein Nähprojekt für Masken iniitiert, beides gemeinsam mit den Schwestern des hl. Felix von Cantalice. 

Ärztliche Hilfe

Dieser Stützpunkt für die Arbeit mit sozial bedürftigen Menschen ist mehrmals in der Woche geöffnet. Die Menschen werden auch verschiedenen Punkten in der Stadt versorgt. Es gibt einen Fiebercheck und die Klienten werden routinemäßig nach ihrer Gesundheit und den Bedürfnissen befragt. Auch eine kostenlose ärztliche Beratung einer Initiative namens "Ärzte der Hoffnung" wir angeboten mit Medikamentenverschreibung und Unterstützung beim Kauf der Medikamente. [16/04/20 red-krol]

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