Covid19 verursacht Hunger

In Indonesien sind Menschen durch den Lockdown von der Versorgung abgeschnitten

Sibolga. Wie überall auf der Welt ist auch in Indonesien durch Covid19 das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen. Derzeit gibt es in ganz Indonesien 23.850 bestätigte Fälle, 1473 Menschen (Stand 27.5.; Quelle: wikipedia) sind an dem Virus verstorben. Auch wenn sich diese Zahlen im Vergleich zu anderen Ländern nicht hoch anhören, sind die Folgeerscheinungen des Lockdown gerade auf der Insel Nias dramatisch: Durch die Einschränkung von Flügen und Einstellung der Fährverbindungen sind die Inseln voneinander abgeschnitten. Viele Menschen auf Nias haben jedoch ihre Familie auf der größeren Insel Sumatra und sind finanziell von dieser abhängig.

Kapuziner verteilen Lebensmittel

Ohne die finanzielle Versorgung können die Menschen auf Nias auch keine Lebensmittel kaufen. Die Kapuziner haben eine Initiative ins Leben gerufen, um bedürftige Familien mit dem Notwendigsten zu versorgen. Oberer vor Ort ist Bruder Joseph Sinaga, Kustos von Sibolga-Sumatra. Ein Kustos hat etwa dieselbe Funktion für eine Kustodie wie ein Provinzial für eine Provinz. Den Unterschied macht die kleinere Brüderzahl der Kustodie, die immer zu einer anderen Provinz oder eben wie Sibolga formell zur Generalkurie in Rom zugehörig ist. „Wir haben nicht viel, aber das wollen wir teilen!“ sagt er entschieden. Er und seine Mitbrüder Lebensmittel ein, bereiten Mahlzeiten zu und verteilen diese direkt an die Familien.

Unterstützung für die Partnerprovinz

Missionssekretär Christoph Kurzok bittet um Hilfe bei der Unterstützung der Partnerprovinz. „Wir wollen die Brüder in Sibolga unterstützen, damit der Hunger in noch mehr Familien gestillt werden kann!“ Bereits mit einem kleinen Betrag kann vor Ort großes geleistet werden: Die Lebensmittelpakete kosten momentan umgerechnet zwischen 5 und 15 Euro. Vor Ort verdient ein Arbeiter aber durchschnittlich nur 150 Euro im Monat, wodurch die Versorgungslage für viele dramatisch ist. Wenn du die Kapuziner in Indonesien unterstützen willst, kannst du das über folgende Konto-Nummern tun, Überweisungszweck: WS-Covid19

  • Österreich - Kontowortlaut: Missionssekretariat der Kapuziner, Kaiserjägerstr. 6, 6020 Innsbruck, IBAN: AT16 3600 0000 0066 4615, BIC: RZTIAT22
  • Südtirol/Italien - Kontowortlaut: Kapuziner-Mission, Wolkensteingasse 1, 39100 Bozen, IBAN: IT43 Y08081 11610 000306001530, BIC: RZSBIT21B03

Nord-Sumatra und Nias

[27/07/20 - red]

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