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Eröffnung des "Fidelis"-Jahres

Die feierliche Eröffnung des Fidelisjahres ereignete sich am Vorabend des Fidelisfestes, dem 23.04., um 19 h im eigens für die Feiern errichteten Festzelt des Kapuzinergartens von Feldkirch, in dem sich dichtgedrängt geschätzte 350 geladene Gäste versammelt hatten.

Festmesse im Dom und Plädoyer für den Frieden
Direkt zuvor wurde das Fest mit der hl. Messe um 18 h im Dom eingeleitet, mit Dompfarrer Fabian Jochum als Hauptzelebranten und der Pfarrerin unserer evangelischen Nachbargemeinde Frau Dr. Margit Leuthold als Predigerin, die nicht nur angesichts der blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen vor 400 Jahren, sondern auch aus dem aktuellen Anlass des Ukrainekrieges ein leidenschaftliches Plädoyer für den Frieden hielt, den wir Christen in Christus selbst erblicken.

Hohe Repräsentanz zeigt Wertschätzung
Unter der Moderation von BR Präs. a. D. und stvtr. Obmann des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner Edgar Mayer begrüßte als Erster der Guardian des Klosters, Br. Karl-Martin, die Gäste. Bürgermeister Wolfgang Matt, als Vorstand der Eigentümerin des Klosters, d.i. die Gemeinde Feldkirch, zugleich einer seiner herausragenden Förderer, bot daraufhin allen Versammelten sein Willkomm. Mit den Grußworten von Landesstatthalterin Dr. Barbara Schöbi–Fink folgte die Vertreterin des Landeshauptmanns als höchste Repräsentantin des Landes Vorarlberg am heutigen Abend. Solch hohe Wertschätzung bedeutet nicht bloß eine außerordentliche Anerkennung der Kapuzinerpräsenz im Ländle, sondern auch ein Zeugnis der Verwurzelung christlichen Glaubens und seiner Werte im Lande und dessen Volksvertretern.

Vorstellung Fidelis-Musical
Auf den Begrüßungsteil folge die erste Darbietung zweier Songs aus dem Musical „Fidelis“, das eigens für das 400-Jahr-Jubiläum von der Stadtpfarrgemeinde Sigmaringen in Auftrag gegeben wurde. Komponist ist der im Badischen Waldbronn ansässige Wolfgang Klockewitz, Librettist der Franziskaner Br. Helmut Schlegel aus Hofheim im Taunus. Klockewitz selbst begleitete am E–Piano mit beeindruckender Musikalität die vier SängerInnen. Als eines der Themen wird im Musical das allbekannte Fidelis–Lied gut erkennbar musikalisch verarbeitet.

Festvortrag
Den Höhepunkt des Abends bildete im Anschluss der Festvortrag Dr. Markus Hofers, Referent im Pastoralamt der Diözese Feldkirch, der sich mit seiner Veröffentlichung „Fidelis von Sigmaringen, Gottesmann, Eiferer, Märtyrer“ als profunder Fidelis–Kenner einen Namen gemacht hat. Seine kompetente und lebensnahe Reflexion auf die Person des Hl. Fidelis wurde mit gespannter Aufmerksamkeit des Auditoriums belohnt.

Dem Vortrag folgte eine zweite Kostprobe aus dem neuen Musical, das sowohl in Sigmaringen, als auch in Feldkirch zur Aufführung gelangen wird.

Zur musikalischen Umrahmung des offiziellen Festprogramms war das Streichquartett „Metanoia“ geladen, das sich aus Studierenden des Vorarlberger Landeskonservatoriums zusammensetzt. In mehreren klassischen bis neuzeitlichen Intermezzi zwischen den Beiträgen konnte es seine hohe professionelle Qualität unter Beweis stellen und übergab nun noch Bürgermeister Wolfgang Matt mit einem schwungvollen orientalischen Kehraus das Podium. Als Dank für die Darbietungen des Musicals überreichte er zum Abschluss den Ausführenden jeweils eine Flasche Gin–Edelbrand aus dem Ländle als Geschenk. Diesem erfeulichen Abschluss folgte nun der informelle Teil des Abends bei Grillwürstel und Getränken, musikalisch gestaltet von der volkstümlichen Kapelle der Gisinger Musikanten. In der freudigen Erwartung des Fidelisfestes am kommenden Tag endete der Abend schließlich um 23 h.

©Gertrud Schönher

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