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„Mit einem gemeinsamen Ziel ist die Herkunft irrelevant“

Ehrenamtliche und Freiwillige profitieren von der Internationalität der Kapuziner

Leibnitz/ Wiener Neustadt. „Wenn man ein gemeinsames Ziel vor Augen hat, ist es egal, woher man kommt!“ Das sagt Alex, ein 22-jähriger Steirer und meint damit nicht nur seine Erfahrung im Kontext des Ordens, sondern auch die von Kindern, die bei den Kapuzinern Veranstaltungen besuchen. Alex ist kennt die Kapuziner seit seiner eigenen Erstkommunion. Heute blickt er auf zahlreiche interkulturelle Erfahrungen im In- und Ausland zurück, die durch die Internationalität der Kapuziner zustande kommen. 

Bulgarien, Weltjugendtag und Arbeitseinsatz in der Ukraine

Das erste Mal war Alex mit den Kapuzinern 2016 im Ausland. Kurz nach der gemeinsamen Reise zum Weltjugendtag in Krakau schloss er sich auch der Gruppe an, die für einen freiwilligen Sommereinsatz nach Bulgarien reiste. „Dort hab ich wirklich gesehen, dass es andere Kulturen gibt! Ganz abgesehen davon, welcher Lebensstandard in den Roma-Ghettos herrscht!“ meint er rückblickend. Im Jahr drauf, 2017, unterstützten Alex und einige weitere ÖsterreicherInnen ukrainische Mitglieder franziskanischer Orden bei der Renovierung eines OFS-Hauses. Das bedeutete: Ein Umfeld mit vollkommen fremder Sprache, kyrillischer Schrift und damit kaum Möglichkeiten zur Orientierung in gewohnter Weise. „Selbst wenn es einen McDonalds gegeben hätte, wir hätten es nicht gemerkt!“ so Alex. „Und doch sind wir zu einer Gemeinschaft geworden – wenn du gemeinsam wo dran bist, ist die Sprache egal!“

Es geht um das Ziel

Dasselbe Phänomen beobachtet Alex heute auch bei den Kindern, die zu Veranstaltungen in die Klöster kommen. Auch in diesen Gruppen wären immer wieder Kinder mit migrantischem Hintergrund und nicht-deutscher Muttersprache: „Das können wir von den Kindern lernen: Bei der Sache bleiben – es geht um das gemeinsame Ziel!“ Auch er selbst habe erstmals bei den Kapuzinern Menschen anderer Herkunft näher kennengelernt. Bei besagter Erstkommunionvorbereitung wurde das Kloster in Leibnitz besucht: „Dadurch, dass Deutsch nicht die Muttersprache der Brüder war, konnten sie alles viel einfacher und kind-gerechter erklären!“ meint er.

Voraussetzung: Eigene Grundprinzipien und die Fähigkeit, sich einzulassen

Wie Alex geht es vielen jungen Leuten, die im Umfeld der Kapuziner unterwegs sind: Durch ihr ehrenamtliches Engagement oder Bekanntschaft mit einzelnen Kapuzinern konnten sie immer wieder vom Weltorden der Kapuziner profitieren und in In- und Ausland interkulturelle Erfahrungen machen. Auslandseinsätze werden in Zukunft übrigens noch größer organisiert angeboten werden: Die Zuständigen für Missionssekretariat und Jugendarbeit bereiten gerade einen freiwilligen Auslandseinsatz (6-12 Monate) in Zusammenarbeit mit der Caritas vor (Informationen folgen). Das Ziel ist es, durch die Internationalität des Ordens auch Anderen interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen. Was ist die wichtigste Voraussetzung für eine positive interkulturelle Erfahrung? Alex beschreibt es so: „Du musst eigene Grundprinzipien haben, damit es dir innerlich gut geht – und doch dürfen die nicht zu starr sein, damit man sich auf das Neue auch einlassen kann.“ 

Corona-Update März:

Derzeit gilt auch in all unseren Klöstern die Regel des "Social Distancing". Wir befolgen die Anordnungen von Bischofskonferenz, Diözese und Regierung. Wir freuen uns sehr, wenn wir nach Ende der Massnahmen wieder auf die übliche Weise für Euch da sein können.
>> Infos zu Kapuziner und Corona

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