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Warten auf einen neuen Provinzial

Mit der Abgabe von Vorschlägen für die neue Leitung steigt die Spannung in der Provinz

Innsbruck/ Rom. „Der 5. November ist der Stichtag, an dem unser Generalminister die Wahlkarten zurück in Rom haben wollte!“ so Provinzial Bruder Erich Geir. „Jetzt heißt es warten!“ Warten nämlich auf die Ernennung eines neuen Provinzials und seiner Provinzräte. Durch die Coronapandemie musste das für Oktober geplante Provinzkapitel abgesagt und ein Sondermodus in die Wege geleitet werden.

Drei Jahre dauert normalerweise eine Funktionsperiode der Leitungsämter in den Provinzen. In diesen Abständen wählen die Kapuziner im Zuge eines Kapitels, einer Art Generalversammlung der Brüder in einer geheimen Wahl ihre Provinzleitung. Doch heuer ist dieses Treffen, zu dem normalerweise zahlreiche Brüder aus der ganzen Provinz für eine Woche zusammenkommen, zu riskant. In Abstimmung mit der Generalleitung in Rom entschied sich die Provinz für den Modus „Sondierung und Ernennung“. Das bedeutet, dass von der Generalleitung organisiert jeder wahlberechtigte Kapuziner einen Stimmzettel für einen Vorschlag erhält und nach Rom schickt. Die Generalleitung ihrerseits ernennt dann nach Sichtung der Vorschläge eine neue Leitung. (vgl: Bericht Wahlkapitel abgesagt vom 14. Oktober. )

Onlinekonferenzen statt präsenter Beratung

Konkret sah das heuer dann so aus, dass die Stimmzettel Anfang der letzten Oktoberwoche per UPS-Sendung in Innsbruck ankamen. „An uns war es also, sie an alle weiter zu verteilen und dafür zu sorgen, dass sie auch rechtzeitig wieder zurückkamen“, erzählt Bruder Erich. Die Guardiane hätten dafür gesorgt, dass der Modus der geheimen Stimmabgabe eingehalten würde. Insgesamt waren für das gesamte Prozedere innerhalb der Provinz gut zwei Wochen Zeit. „Besonders dankbar bin ich auch meinem Stellvertreter Bruder Marek Król, der mehrere Onlinekonferenzen organisiert hat!“ so der Provinzial. Diese Sitzung waren deshalb bedeutsam, weil ein Kapitel üblicherweise auch dem Austausch und der Beratung von Themen gewidmet ist. Ein Kapitel ist das oberste Entscheidungsgremium einer Provinz. „Das können wir doch nicht einfach ausfallen lassen!“ Zwei von drei Onlinekonferenzen wurden bereits abgehalten. Bruder Erich zeigt sich zufrieden: „Etwas mehr als die Hälfte aller Brüder haben daran teilgenommen. Auf ein Kapitel kommen aufgrund des Altersschnittes eher weniger als nun online dabei waren!“

Ergebnis spätestens im neuen Jahr

Mit 5. November sollten die Wahlkarten zurück in Rom sein. Nun gilt es also warten. „In unseren Partnerprovinzen dauerte diese Vorgangsweise der Sondierung und Ernennung ein bis zwei Monate!“ erklärt Bruder Erich. „Ich hoffe, dass die Generalleitung in ihrer letzten Sitzung 2020 bereits eine neue Leitung ernennen kann. Spätestens Anfang 2021 rechne ich aber fix mit der Bekanntgabe der Namen.“

[2020-11-05/red]

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