Weihnachtswünsche von Provinzial Bruder Erich Geir

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinschaft,

dieses Jahr war sicher ein ganz außergewöhnliches Jahr. Ein Jahr, in dem wir viel Geduld, Ausdauer und Mut gebraucht haben.
Bis in diese Weihnachtstage hinein begleiten uns zahlreiche Einschränkungen. Umso mehr hat es mich gefreut und beeindruckt, dass so viele Menschen gemeinsam Dinge auf den Weg gebracht und einander Mut gemacht haben.
Ich möchte Euch ein Beispiel geben: Unser Mitbruder Hans in Salzburg unterrichtet an einer höheren Schule. Für den Advent hat er mit den Jugendlichen Texte erarbeitet, die Mut machen sollen. Die Jugendlichen erzählen in diesen Texten von Menschen, Situationen und Gegebenheiten. Besonders beeindruckt hat mich ein Text von einem der jungen Menschen, der einen lieben Freund verloren hat und schreibt: „Jeder, der um ein Zeichen bittet, wird auch eines bekommen!“
Ich habe selbst schon einmal erlebt, dass ich zum Beispiel jemandem eine größere Spende gegeben habe und kurz darauf jemand bei uns aufgetaucht, der eine ähnlich große Summe spenden wollte. Oder manche Dinge, die schmerzen, ergeben im Nachhinein Sinn.
Ich denke, wenn wir über Zeichen sprechen, ist doch eines der größten und wichtigsten Zeichen überhaupt das, das Gott uns gegeben hat, indem er in Jesus Christus selbst auf diese Welt gekommen ist. Er ist Mensch geworden, er hat auf dieser Erde als Mensch gelebt. Das ist ein wichtiges Zeichen, weil er uns damit zeigt, dass er da ist, für uns da ist.
Liebe Freundinnen und Freunde, ich möchte Euch im Namen unserer ganzen Gemeinschaft wünschen, dass Ihr besonders in diesem Jahr, in dem wie Mut so dringend brauchen, einander Mut macht und viele Mut machende Zeichen erlebt. Im Namen von uns Kapuzinern möchte ich Euch ein frohes und gesegnetes Weihnachten 2020 wünschen.

Pax et Bonum,
Euer
Bruder Erich Geir

 

Innsbruck, am 25. Dezember 2020

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