Kapuziner in Österreich
Das erste Kloster der Kapuziner in Österreich wurde 1593 in Innsbruck gegründet. 1605 kam es zur Errichtung der selbstständigen Tiroler Provinz, die damals auch Bayern umfasste. Gut 60 Jahre später war die Zahl der Brüder so angestiegen, dass der bayerische Teil abgespalten wurde. Im frühen 17. Jahrhundert gab es je eine Kapuzinerprovinz Tirol, Steiermark und Österreich-Böhmen. 1928 kam es dann durch die Abtrennung von Südtirol an Italien zwangsweise zur Teilung in die Nordtiroler Kapuzinerprovinz und die Kapuzinerprovinz Brixen. Seit den 1980er Jahren leben und arbeiten in Österreich polnische Kapuziner aus der Provinz Krakau. Im Jahr 2007 vereinigten sich Wien und Nordtirol zur österreichischen Kapuzinerprovinz. 2011 entstand, auch wieder länderüberschreitend, die Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol.
Die Präsenz des bisherigen Kapuzinerordens in Österreich-Südtirol wurde im November 2022 neu geordnet:
Seither sind die Kapuziner-Niederlassungen in Feldkirch, Irdning, Innsbruck und Salzburg als „Delegation Tirol“ Teil der Deutschen Kapuzinerprovinz. Im September 2025 wurde Br. Joly Puthusserry Varghese zum Delgaten der Delegation Tirol ernannt.
Die Kapuziner-Niederlassungen in Wien, Wiener Neustadt, Leibnitz, Maria Fieberbründl und Klagenfurt sind als „Delegation Wien“ Teil der Krakauer Kapuzinerprovinz. Delegat der Delegation Wien ist Br. Marek Król.
Die Südtiroler Kapuziner-Niederlassungen Bozen, Brixen, Bruneck, Meran und Neumarkt sind an die venezianische Provinz angegliedert.






